Digitale Stationslogistik: Warum elektronische Schranketiketten die Krankenhausversorgung verändern
Die Digitalisierung der Krankenhauslogistik gewinnt zunehmend an Bedeutung. Während Bereiche wie das Krankenhausinformationssystem (KIS) oder die elektronische Patientenakte seit Jahren im Fokus stehen, werden Materiallogistik und Stationsversorgung häufig noch mit analogen Prozessen organisiert.

Fachbeitrag von Werner Anft im Thieme Verlag: Wie elektronische Schranketiketten die Krankenhauslogistik verändern
Die Digitalisierung der Krankenhauslogistik entwickelt sich rasant. Während Themen wie Krankenhausinformationssysteme (KIS), ERP oder elektronische Patientenakten häufig im Mittelpunkt stehen, wird ein Bereich oft unterschätzt: die Materialversorgung auf Station.
Werner Anft in seinem aktuellen Fachbeitrag „Digitale Stationslogistik: Elektronische Schranketiketten verändern die Klinikversorgung“, der in der aktuellen Ausgabe (Juni 2026) der Fachzeitschrift Klinik Einkauf im Thieme Verlag erschienen ist.
Der Beitrag zeigt, warum die Digitalisierung der Materialanforderung weit mehr ist als der Ersatz eines Papieretiketts. Elektronische Schranketiketten (Electronic Shelf Labels, ESL) schaffen die Verbindung zwischen dem physischen Lagerort und einer durchgängig digitalen Supply Chain – und legen damit den Grundstein für mehr Transparenz, effizientere Prozesse und datenbasierte Entscheidungen.
Warum analoge Materialprozesse an ihre Grenzen stoßen
In vielen Krankenhäusern erfolgt die Materialanforderung noch immer über Papierlisten, Kanban-Karten oder gedrehte Artikelschilder. Diese Prozesse funktionieren zwar seit vielen Jahren, verursachen jedoch zahlreiche Medienbrüche und manuelle Arbeitsschritte.
Wie Werner Anft im Fachbeitrag beschreibt, führen fehlende Transparenz und analoge Abläufe häufig zu:
- unnötig hohen Sicherheitsbeständen,
- zeitaufwendigen Such- und Kontrollgängen,
- gebundenem Kapital auf den Stationen,
- sowie fehlenden Echtzeitinformationen über Materialverbräuche.
Elektronische Schranketiketten als digitale Schnittstelle
Elektronische Schranketiketten verbinden den Lagerplatz direkt mit Materialwirtschafts-, ERP- oder Shopsystemen. Ein Nachschubimpuls wird per Knopfdruck ausgelöst und automatisch digital verarbeitet – ohne zusätzliche Dokumentation oder Medienbrüche.
Dadurch entstehen:
- standardisierte Materialanforderungen,
- transparente Bestands- und Verbrauchsdaten,
- geringere Prozessaufwände,
- sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen Pflege, Logistik und Einkauf.
Daten als Grundlage für strategische Entscheidungen
Ein zentrales Thema des Beitrags ist die Bedeutung hochwertiger Verbrauchsdaten.
Erst wenn Materialbewegungen direkt am Point of Care digital erfasst werden, können Krankenhäuser:
- Bestände datenbasiert optimieren,
- Verfall reduzieren,
- Einkaufsentscheidungen verbessern,
- KI-gestützte Bedarfsprognosen entwickeln,
- und ihre Krankenhauslogistik nachhaltig weiterentwickeln.
Gerade vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit wird deutlich: Daten sind der Schlüssel zu einer modernen Krankenhauslogistik.
Praxisbeispiele zeigen den Nutzen
Der Fachbeitrag verweist außerdem auf Praxisdaten, nach denen mittelgroße Krankenhäuser durch ESL-basierte Prozesse jährlich unter anderem:
- bis zu 1.644 Stunden bei der Bedarfsermittlung,
- rund 155 Stunden bei der Pflege von Papieretiketten,
- sowie bis zu 1.548 Stunden durch weniger Rückfragen und Notfallanforderungen einsparen können.
Diese Zahlen verdeutlichen: Digitale Stationslogistik ist nicht nur eine technische Innovation, sondern ein wesentlicher Baustein für mehr Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und die Entlastung der Pflege.
MOYAFLOW Stream: Digitale Materialprozesse einfach integrieren
MOYAFLOW Stream verfolgt MOYAFLOW genau diesen Ansatz. Die Plattform verbindet elektronische Schranketiketten mit bestehenden Materialwirtschafts-, ERP- oder Shopsystemen und digitalisiert die Materialanforderung direkt am Point of Care.
So entstehen belastbare Echtzeitdaten über Verbräuche, Bestände und Materialflüsse – die Grundlage für einen strategischen Einkauf, moderne Krankenhauslogistik und zukünftige KI-gestützte Optimierungen.
Dabei geht es nicht nur darum, Material digital nachzubestellen. Ziel ist es, Pflege, Logistik und Einkauf über eine gemeinsame Datenbasis miteinander zu verbinden, Prozesse zu standardisieren und Krankenhäuser bei ihrer digitalen Transformation nachhaltig zu unterstützen.
Den vollständigen Fachbeitrag lesen
Wir bedanken uns herzlich beim Thieme Verlag und der Redaktion von Klinik Einkauf für die Möglichkeit, dieses wichtige Zukunftsthema einem breiten Fachpublikum vorzustellen.
Den vollständigen Fachbeitrag von Werner Anft finden Sie in der aktuellen Ausgabe vom Juni 2026 der Klinik Einkauf.
Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie MOYAFLOW Stream die Materialversorgung in Ihrem Krankenhaus digitalisieren kann, freuen wir uns auf den Austausch.